Alle von mir vorgelgte Texte sind ohne Rechtschreibung Korrektur. Ich war schon immer bischen faul eine Sprache wirklich perfekt zu lernen. Und möchte deshalb nicht noch andere Leute belästigen um dis zu korrigieren. Ausserdem kommt mir es so auch einfach autentisch und glaube die meisten Leute nehmen das auch so an. (In Prag können wir es ja umgedreht machen und ich verspreche, das ich mein Vestendniss dafür volkommend einsetze…)
Ich bitte auch um Verständniss, falls vielleicht sogar mehrere Nahmen nicht richtig aufgeschrieben wurden. Vielle sind kaum lesbar geschrieben. Leider vielle Zeichnungen wurden nicht unterschrieben und deshalb konnten nicht in die Ausstellung einbezogen werden.
Jiri Janda
In Phänomenta
Wer hat schon mal ein Tag mit verbundenen Augen verbracht? Sich wirklich Zeit nehmen „musste“, um die Gegenstände, Geräte, Wege wenigsten so wahrnehmen und beherrschen, um im nächstem Augenblick nicht hilflos, ratlos, ohnmächtig da zu stehen?
Wie weit entfernt bleibt schon immer die eingebüffelte Theorie von dem, was man wirklich erlebt und anfassen kann (wenn nicht direkt muss). In der virtueller Zeit, die wir jetzt erleben kommt mir um so mehr wichtig dem Kontakt mit der Natur und ihre Gesetze bzw. Materie nicht zu verlieren. Die einfache direkte Wirkung der Ursache und Nachfolge zu spüren. Die Funktion der Naturgesetze und dem Standpunkt des Menschen zwischen der Materie und der Welt der Vorstellungen immer wieder angreifbar zu machen, und dies in Acht zu haben.
Wenn so etwas auch in dem Kunstbereich passiert, finde ich es als guten Weg, wie man dem allgemeinem Blickwinkel auf Kunst – verstehen dessen, und Selbsterleben- verbreiten kann. Das ist für mich schon mal ein Grund sich damit zu beschäftigen neben dem für mich wichtigstem – einfach Freude daran zu haben und finde es spannend, die Kunst und künstlerische Tätigkeit aus dem Alltag- aus ganz gewöhnlichen Sachen rauszuholen, und dies sehbar erkennbar merkbar zu machen.
Jiri Janda
Vielfältigkeit des Einen
Ich kann keine spezielle Erklärungen zu meine Arbeiten aussprechen. Die liegen im jedem Augenblick und bewegen sich. Das auch immer aufs neu anfassen und die Wege antasten,
hat für mich ganz wichtige Bedeutung. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich diesem Projekt durchführte. Etwas durch die Bilder sichtbar und mehr bewusst zu machen.
Kaum würde ich am Ende des Projekt prinzipiell mehr sagen als am Anfang und kann nur wiederholen – die Antwort liegt im jedem Augenblick. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, dass es ein Gerät in der Phänomenta gibt, dass dies zeichnen kann. Und bemühte mich alleine 40 Tage – Tag bei Tag – dabei zu sein. Nicht mehr, nicht weniger. Der Vernunft kann ja viele Tricks.
Jiri Janda
17.4. 2006
Der Mensch – Phänomän in Phänomenta
So oft habe ich mir wehrend des Projektablaufes gedacht: „Mann du schleppst ja die Leute in irgendein Ding rein, lässt die diese Zeichnungen auf ein stück Papier einpendeln und jetzt wird auch was erwartet. Eine Ergänzung, „ kreative Auseinandersetzung“ irgendeine „Weisheit“, die dabei rauskommt. Was machst du damit…?“
Nur eines – oder auch nichts – das heißt es möge dass bleiben was es ist. Ein Abzeichen einer Person, eines Wesens in gewisser Zeit. Was kann ich da noch besseres tun? Das beste – die Zeichnung wurde ja schon gemacht.!
Im gewissem Moment wurde mir auch vollkommend klar- soweit es um die gemeinsame Vorführung des Projekts geht, gibt es nur eine entsprechende gelassene (wie auch die Zeichnungen selbst), Möglichkeit. Das Ich Du, das Persönliche das Kategorisierende unterscheidende – gut, besser, schlecht – einfach dem Vernunft- radikal zu Seite stellen und dabei das Spiell nicht vergessen. So habe ich die Zeichnungen alle eingeskennt und auch die Namenliste hergestellt – aber nicht zusammen eingeordnet. Also – beides ist geblieben, doch der „Bezugsprogramm“ ändert sich dabei. Das gleiche passierte mit die 40 Zeichnungen, die ich selbst auf gleiche art und weise jedem Tag zeichnete.
Es gibt sicher mehrere Möglichkeiten, wie damit weiter umgehen oder es annehmen – die Erinnerung aufwecken und der nach „meine“ Zeichnung herausfinden. Hingehen und neuen Augenblick bewusster einzeichnen Oder es ganz aufgeben? Oder jedem Augenblick, jede Begegnung mehr Wahrnehmen…?
Ich bedanke mich herzlich bei allen beteiligten im Alter ab 2 bis 76 Jahre, die in diesem Orchester mitspielen. Jeder in sein eigenem Klang.
Bremerhaven
Ostermontag 17.4. 2006
Jiri Janda
Augenglücke
Dieses Wort kam zu mir wehrend des Projektablaufes. Es ist kein Rechschreiben Fehler.
Augenblicke haben mit der Zeit zu tun.
Augenglücke sind total zeitlos.
Soweit ich die Leute, die gezeichnet haben dabei sehen konnte, merkte ich so gut wie bei jedem diese Augenfreude. Der Moment der aufgewachte Interesse, dabei seins, der Beobachtung, wie sich die Linien einspielen.
Sogar bei dem blindem Mädchen, dem ich da antraf und sie begleiten konnte, das nur mit die Fingerspitzen die Bewegungen in das Pendel einbrachte und mit zuhören dies begleitete, konnte man das gleiche merken. Diese Begegnung war mir zu große Freude. Und ebenso alle weitere, die ihr kleines Abzeichen auf das A5 Papierformat gemacht haben und die kleine Verwunderung in dem allerbestem Sinne über das, was vor ihn Ablauft miterlebten.
Solle diese Erfahrung zu Anstoß werden, die Bewegung des Lebens auch weiterhin bewusst so zu betrachten – vielleicht direkt in die Augen von jedem unserem Gegner, sehe ich dies als ein Lebensgewinn. Und kaum gibt es ein Papierformat, das mein Augenglück über der Sache auf sich einspeichern könnte.
Notizen
Die Freiheit unter Naturgesetze
Der Pendel bewegt sich nur durch Kraft Anstoß-Macht, die sich so durchsetzt. Das es diesem Gesetz überwindet muss sich die Macht immer wieder aufs neu durchsetzen.
Grundsätzlich gibt es die zwei Wahlen – Aktion oder Stillstand
– die Frage
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wer stoßt an und beobachtet
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wer stoßt an und sich durchsetzt
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Die Spirale wickelt sich immer in sich hinein. Nicht vom allein hinaus.
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Welche Zeichnungen sind besser, welche Schlechter, welche gehören nicht dazu? Wer stellt sich die Fragen.
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Augenglücke – das ist kein Wortfehler, dieses Wort kam zu mir durch dieses Projekt. Augenblicke- da geht’s um Zeit. Augenglücke haben mit der Zeit gar nichts zu tun.
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Augenglücke. Sogar bei der blinde Carina
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Jede Zeichnung hat ihr Ton.
Wie kommt das, dass wenn ich darüber nachgedacht habe ob das Projekt angenommen wird, wie könnte das jedem Tag laufen, es wehre gut, wenn das ohne unterbrechen ging…., wieso traf ich hier Leute an, die sofort die Idee auch für sich angenommen haben, wieso sind die Öffnungszeiten jedem Tag – kein freier Montag oder Wochenende, sogar über die Ostertage! Wieso war das Gerät nach 8 Jahre auch noch da. Wieso haben sich die Medien auch Wirklich interessiert so, das die Leute schnell darüber bescheid wussten. Das kann ich nicht beantworten. Für mich sind das die kleine Wunder die so ungemerkt ablaufen. Das ich der Anfang bewusst 40 Tage vor dem Ostermontag angestoßen habe lasse ich gerne zu, wehre das jemandem zu guten Nutz. Es kam mir so richtig, wenn es mir der Aufenthalt im Bremerhaven ermöglichte. Das ist aber alles was ich allein machen konnte.
DER MENSCH – PHÄNOMEN IN PHÄNOMENTA
Wilke Atelier Gastkünstler Projekt
Projekt, Texte, CD und Katalog Konzept
Jiri Janda
Katalog Gestalltung: Anna Reemts
CD Gestalltung: Bernd Axmann
Finanzielle Unterstützung: Oelrich – Kunst Goldschmiede
Copyright: Jiri Janda 2006
Kontakt: j-janda@volny.cz
Weitere in Bremerhaven durchgeführte projekte:
1997 Rekwiem für eine Werft
Die Ausgezeichneten
1998 Vitrage
Zwischen Licht und Schatten
2000 Prophet an der Nordsee (KIK 2000)
2006 Fitnees with Rings
Mehr unter www.wesmir.cz/jjanda
Mein persönlicher Dank an:
Ralf Seidel und Mitarbeiter für die Ermöglichung das Projekt in Phänomenta durchzuführen und zahlreiche Unterstützung dessen.
P.E. Wilke Verein e V der mir de künstlerischen Aufenthalt in Bremerhaven ermöglichte und das Projekt begleidete.
Bernd Axmann für seine freundliche Mithilfe in allen Richtungen
Christa Dawidonis, für ihr organisation Unterstützung.
Heinz Weber für seine gelassene Mitwirkung des Projekt in der Fernsehnvorstellung
Nordsee Zeitung Sontagsjournall, Fernsehn – Offener Kanal für die mediale Unterstützung
Allen, im Alter von 2 bis 76 Jahre, die sich an diesem Projekt mit Ihre Zeichnung beteiligten.
Dieses Projekt wurde in dem Interaktiven Freiheitszentrum Phänomenta Bremerhaven in der Zeit von 9.3 – 17.4. 2006 durchgeführt.
PHÄNOMENTA Bremerhaven e.V.
Schaufenster Fischereihafen
Hoebelstr. 24
Fon 0471 413081
Fax 0471 9412845
E- Mail phaenomenta-bremerhaven@t-online.de